Ariel Edwin Ohrstrom Vase Orrefors

Ariel: Schwedens revolutionäre Glaskunsttechnik des 20. Jahrhunderts

Ariel steht für eine arbeitsintensive und langwierige dreistufige Technik zur Bearbeitung von Kristall oder Glas. Nur die talentiertesten Designer und Glasbläser sind in der Lage, damit zu arbeiten.

Zuerst wird der Rohling für das Objekt geblasen, und dies muss innerhalb einer sehr begrenzten Zeit geschehen – eine Leistung, die nur ein wahrer Meisterglasbläser vollbringen kann. Die nächste Stufe beinhaltet eine sehr langwierige Gravur, eine Bearbeitung im Inneren der Form, die schließlich das entscheidende Merkmal von Ariel wird – das dekorative Luftmuster, das dem Objekt einen unverwechselbaren silbrigen Glanz verleiht.

In der dritten Stufe wird das Objekt noch einmal erhitzt und auf seine endgültigen Maße geblasen.

Die Technik wurde 1936 in der Orrefors-Fabrik von zwei der führenden schwedischen Glasdesigner, Edwin Erström und Vicke Lindstrand – einem der Väter der modernistischen Inneneinrichtung – sowie dem Glasbläser Gustav Bergqvist erfunden.

Ihr Name leitet sich von Ariel, dem Windgeist in Shakespeares Stück „Der Sturm“, ab und spiegelt künstlerisch die Natur der Technik wider.

Technisch und historisch ist sie mit der zweitkomplexesten Kunstglasproduktionstechnologie verbunden – der Graal-Technik –, die 20 Jahre früher erfunden wurde.

Sowohl Graal als auch Ariel wurden von schwedischen Designern von Generation zu Generation weitergegeben. Sie sind wohl die luxuriösesten und schwedischsten Techniken.

Jede neue Serie von Ariels ist ein Ereignis. Jede Serie ist nummeriert und wird in limitierten Auflagen oder als Unikate hergestellt.

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