Kategorie: Aino Aalto

Aino Maria Mandelin (1894–1949), später bekannt als Aino Aalto, wurde in Helsinki in eine große Familie geboren und studierte Architektur an der Technischen Universität der Stadt, wo sie 1920 ihren Abschluss machte. Bald darauf arbeitete sie in Architekturbüros in Helsinki und später in Jyväskylä, wo sie 1925 Alvar Aalto kennenlernte und heiratete. Ihre Partnerschaft erstreckte sich auch auf das Berufsleben; Aino trug nicht nur zur Gebäudeplanung bei, sondern übernahm ab den späten 1920er Jahren auch eine führende Rolle in der Innenarchitektur.

Führung bei Artek & Mailänder Preis

1935 gründete sie zusammen mit Alvar, Maire Gullichsen und Nils-Gustav Hahl Artek und steuerte als erste künstlerische und später geschäftsführende Direktorin die kreative Ausrichtung des Unternehmens. Ihr funktionalistischer Ansatz bei Haushaltsgegenständen erlangte internationale Anerkennung: Sie gewann 1932 den ersten Preis bei einem Karhula-Iittala-Designwettbewerb, gefolgt von einer Goldmedaille bei der Mailänder Triennale 1936 für ihre Pressglassammlung.

Ikonische Glaswaren für Karhula

Ihr nachhaltigster Beitrag zum Design ist die Serie Bölgeblick, die sie 1932 für Karhula-Iittala entwarf. Diese Serie, benannt nach den wellenförmigen Kreisen, die an Wasser erinnern, wird heute noch unter dem Iittala-Label produziert. Sie entwarf auch frühe Versionen der „Aino Aalto“-Gläser, die sanfte, wellenartige Konturen aufwiesen, die auf die Form der späteren Savoy-Vase ihres Mannes hindeuteten.

Anhaltender Einfluss & Vermächtnis

Ainos Entwürfe, die auf Einfachheit und Alltagstauglichkeit basierten, wurden zu Maßstäben des finnischen Modernismus. Ihre Glaswaren werden in Museen wie dem MoMA aufbewahrt und weiterhin produziert. Über Glas hinaus prägte sie während ihrer Zeit bei Artek stillschweigend skandinavische Interieurs und Möbel. Heute lebt ihr Name durch die klassischen Glaswarenserien, die ihn tragen, und durch das erneute Interesse an ihrer Rolle als Architektin und Designerin in ihrem eigenen Recht weiter.