Kategorie: Armando Jacobino

Geboren 1922 in der Nähe von Venedig, begann Armando Jacobino als Teenager auf Murano mit dem Erlernen der Glasbläserei. 1951 zog er nach Finnland und begann 1959 bei den Kumela Glaswerken in Finnland, wo er seine italienischen Techniken bis zu seinem Tod im Jahr 1970 anwandte.

Murano-Techniken in nordischem Glas

Bei Kumela führte Jacobino Murano-inspirierte Methoden ein: insbesondere die Sommerso-Schichtung und Bullicante-Blasenmuster. Seine Somerso-Vasen zeigen lebendige Innenfarben, die unter klarem Kristall versiegelt sind, während seine blaseninfundierten Stücke eine spielerische Textur und Lichtstreuung mit sich bringen.

Charakteristisches skulpturales Motiv

Neben Vasen fertigte Jacobino zarte Tierfiguren wie Enten, Fische, Katzen und Hasen an, jede mit sorgfältigen Akzenten für Augen und Flossen geblasen. Eine Skulptur eines Fisches aus Klarglas veranschaulicht seine Mischung aus Laune und raffinierter Handwerkskunst, die den skandinavischen Geschmack, gefiltert durch italienische Kunstfertigkeit, hervorhebt.

Sammlerattraktivität & Seltenheit

Aufgrund seiner relativ kurzen Karriere in Finnland sind Jacobinos Werke ungewöhnlich. Signierte Stücke aus Amber-, Lila- oder Klarglas werden von Vintage-Sammlern geschätzt und in spezialisierten Galerien in ganz Europa ausgestellt.

Vermächtnis im nordischen Design

Obwohl er als Außenseiter emigrierte, hinterließ Jacobino einen bleibenden Eindruck in der finnischen Glaskunst. Sein doppeltes Erbe ist offensichtlich, Muranos Flair trifft auf nordische Zurückhaltung in jedem handgefertigten Stück, was seine Skulpturen und Vasen zu kleinen, aber bedeutenden Meilensteinen in der Geschichte des skandinavischen Glases der Nachkriegszeit macht.