Kategorie: Bertil Vallien

Bertil Vallien (geboren 1938 in Sollentuna, Schweden) wuchs in einem bescheidenen Haushalt als eines von sieben Kindern auf. Sein kreativer Weg begann an der Konstfack in Stockholm (Nationale Hochschule für Kunst, Handwerk und Design), wo er 1961 als Bester seines Jahrgangs im Fach Keramik abschloss. Zu seinen frühen künstlerischen Interessen gehörten Malerei und Bildhauerei – Fähigkeiten, die später seine Glasarbeiten beeinflussen sollten.

Einstieg in Glas & Kosta Boda


Nach einem Studienaufenthalt in den USA trat Vallien 1963 in die Åfors Glasbruk ein, die später Teil von Kosta Boda wurde. Er widmete sich schnell dem praktischen Experimentieren und arbeitete eng mit Glasbläsern zusammen, um Form, Farbe und Textur zu erforschen. Über sechs Jahrzehnte entwickelte er sich sowohl zum Chefdesigner als auch zum Glasskulpturisten bei Kosta Boda und verschob ständig die Grenzen der Studioglasproduktion.

Durchbruch mit Kollektionen

Vallien machte sich mit sandgegossenen Skulpturen einen Namen: Boote, Köpfe und Landschaften, in die symbolische Objekte eingebettet sind. Zu seinen bemerkenswerten Kollektionen gehören Château (Weinglas-Serie, frühe 1980er Jahre) und Brains (figurative Köpfe, eingeführt 1999). Diese charakteristischen Werke verbinden Geschichtenerzählen mit materieller Nuance und spiegeln seine Faszination für Narrative und Dualität wider.

Anerkennung & Einfluss

Seine Kunstwerke sind in bedeutenden Museen weltweit zu finden, darunter das Metropolitan Museum of Art, das Victoria & Albert Museum und das Nationalmuseum in Stockholm. Vallien hat prestigeträchtige Auszeichnungen erhalten: die Prinz-Eugen-Medaille Schwedens, eine Ehrendoktorwürde der Universität Växjö und den Visionary Award der Glass Art Society.

Vermächtnis & Fortwährende Innovation

Auch nach sechs Jahrzehnten ist Vallien weiterhin an der Spitze der Glaskunst. Seine jüngsten Arbeiten – wie die schwarze Serie „Under ytan“ und die fortgesetzten Sandguss-Erkundungen – zeigen sein anhaltendes Engagement für technische Innovation und poetischen Ausdruck in der Glaskunst.