Kategorie: Kosta Boda

Die Glasfabrik Kosta Boda ist die bekannteste in Schweden, dem Land, das im 20. Jahrhundert auch als Kristallreich bekannt war, da es eine führende Position im skandinavischen Glasdesign einnahm.

Die bekanntesten schwedischen Glasdesigner, wie Erik Höglund und Bertil Vallien, arbeiteten hier. Das Vintage-Erbe von Kosta Boda ist vielfältig und in der Lage, die anspruchsvollsten Geschmäcker zu befriedigen.

Kosta Boda kann seine Wurzeln bis ins Jahr 1742 zurückverfolgen, als zwei schwedische Offiziere eine Glashütte in Småland gründeten, eingebettet tief in Schwedens berühmtem „Glasreich“. Der Name selbst: „Ko“ von Koskull und „Sta“ von Staël spiegelt das Erbe seiner Gründer wider. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Kosta von der Herstellung von Gebrauchsgegenständen wie Flaschen und Fensterscheiben zu einem ambitionierten Kunstglashersteller.

Aufstieg des künstlerischen Glases

Mitte des 20. Jahrhunderts änderte Kosta Boda seine Richtung, stellte eigene Designer ein und fusionierte mit anderen lokalen Glashütten. Das Ergebnis war eine Verschmelzung von traditioneller Handwerkskunst und experimenteller Kunst. Unter der Leitung von Kreativdirektoren wie Vicke Lindstrand entstanden neue Techniken in Farbe und Form, und Künstler wie Erik Höglund und Bertil Vallien kamen an Bord und prägten Kostas Ruf.

Ikonische Serien & Designer

Von alltäglichem Trinkgeschirr bis hin zu skulpturalen Stücken ist das Archiv von Kosta Boda reich. Bertil Valliens Château-Linie (1981) wurde zu einer der erfolgreichsten handgefertigten Stielglas-Kollektionen überhaupt, bekannt für ihre verdrehten Kelche und optischen Muster. Zuvor hatte Erik Höglund in den 1960er Jahren verspielte Tiermotive und kühne organische Formen eingeführt. Vicke Lindstrand und andere fügten strukturelle Dramatik hinzu, wie die „Unika“-Vasen mit optisch geschliffenen Oberflächen.

Zeitloses Erbe

Heute ist Kosta Boda Schwedens älteste aktive Glashütte und eine wichtige Säule des Glasreichs. Ihre Stücke bevölkern große Museen, darunter das Nationalmuseum in Stockholm und das MoMA in New York, und die Fabrik setzt ihre Innovationen fort, während sie jahrhundertealte Prozesse ehrt.